K is for Kakadu – A to Z Challenge April 2015

Ungefähr zu dem Zeitpunkt als ich mit der Grundschule anfing, fing ich auch an regelmäßig Radio zu hören, genauer gesagt täglich. Denn ich hörte die Kindersendung Kakadu im Deutschlandradio, jeden Tag um 13:35, dann um 13:30 und sogar Sonntags brachte mich meine Liebe zu dieser Sendung früh aus dem Bett. Wir hatten keinen Fernsehen und so war ich das einzige Kind in der Nachbarschaft das Kakadu hörte. Jetzt scheint es so als haben sich die Sendezeiten verändert, es tut sich ja einiges in 15 Jahren…

Ich liebte die Hörspiele die Ausgestrahlt wurden. Dienstags war Hörspieltag, aber Dienstags kam ich häufig nach dem Anfang der Sendung nach Hause, so wurde schön auf Kassetten aufgenommen, denn es ist schade bei einem 10 teiligen Hörspiel viel zu verpassen. So entdeckte ich die wunderschöne Geschichte “Der Engel mit dem goldenen Schnurrbart” von Christa Kozik, oder “Hände weg vom Spukpaket” von Nigel Hinton, das ich mir als Buch gewünscht hatte, da ich nicht alle Folgen gehört hatte.

Sonntags war Erzähltag, damals gab es ganze Hörspiel, denn die Sendung war eine Stunde lang, meine Lieblings Hörspiel waren “Lukas Kasha” von Lloyd Alexander und “Die Schildkröte die goldene Eier legte” erzählt von Uwe Bohm. Von einem Hörspiel habe ich leider den Namen vergessen, ich würde es so gerne wieder hören, es handelt von einem Jungen der Geige spielt und Wurst geschenkt bekommt, mehr erinnere ich leider nicht.

Sogar “Harry Potter” habe ich dank Kakadu kennengelernt, denn zwischendurch gab es Buch und Spieltags, und die Beschreibung für “Harry Potter” war einfach zu interessant.

Sonnst habe ich regelmäßig Samstags, am Mitmachtag, dort angerufen, und es geliebt wenn ich life in der Kakadu Sendung zu hören war. Vor ein paar Jahren habe ich mal reingehört und die Nummer war immer noch die selbe.


Yes, my K post is in German, but for now most of my A to Z posts have been in English only, except for some. Here is a quick summary of what today’s post is about:

  • Kakadu is the name of a radio show for Kids in Germany, it can be listed to on the internet, either directly on Kakadu’s website or on the Website of the Radio Station (the station is also great for listening to the German language).
  • I used to listen to the show in an addictive way when I was a kid, but we had no TV at home.
  • I discovered some great stories through the show, such as “The Two Lives of Lukas Kasha” by Alexander Lloyd, or “The Finders” by Nigel Hinton, I even bought the latter of the two and loved it.
  • They used to do book and board game recommendations, and they probably still do so, thus thanks to Kakadu I was introduced to Harry Potter before it went viral. I was just aching to find out what the story was about after they did a review of it.
  • I used to call the show un Saturdays, which was participation day. I loved being on the air live.

Geschrieben von, written by Solveig Werner

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Wie ein Eis meine Fingernägel rettete

Lecker Fingernägel!

Aus irgendeinem Grund hatte ich angefangen meine Fingernägel zu kauen. Vielleicht hatte ich es mir bei anderen Kindern im Kindergarten abgeschaut, zuhause tat es jedenfalls niemand. Ich war vielleich vier oder gerade fünf Jahre alt, es war glaube ich Sommer. Mein neues Verhalten oder neue Gewohnheit versteckte ich gar nicht erst. Warscheinlich war ich mir nicht dem verwerflichen Charakter meiner neuen Beschäftigung bewusst.

Da ich es nicht versteckte, sagte mein Vater mir sehr schnell, dass dies nicht so weiter gehen kann. Für ihn war es wichtig, dass ich nicht meine Nägel kaute. Ich verstand ihn natürlich nicht, ich hatte zudem Zeitpunkt ja noch keine kaputt gekauten Fingernägel und Finger zu Gesicht bekommen (dies geschah erst Jahre später), mein Vater aber bestimmt.

“Solveig, wenn du zwei Wochen lang deine Fingernägel nicht kaust, dann spendiere ich dir ein Eis”, sagte er mir. Ob er dabei meine Hand in seiner hielt und ob dies zu 100 Prozent der Wortlaut war, weiß ich heute nicht mehr. Ich weiß nur, dass ich mich sehr streng an diese Anweisung gehalten habe. Jedes Mal als eine meiner kleinen Hände zu meinem Mund wanderte, zuckte ich zusammen und dachte an mein Eis. Auch wenn niemand mich sah, war es mir wichtig nicht zu kauen. Hätte ich es getan, dann hätte man es mir bestimmt auch angemerkt. Man merkt es nämlich eigentlich immer, wenn Kinder etwas verbotenes heimlich oder auch nicht so heimlich tun oder getan haben.

Ich muss durchgehalten haben, denn ich erinnere mich noch an den Tag des Eises. Mein Vater und ich zelebrierten mein Durchhaltevermögen mit einem Ausflug zu zweit. Warscheinlich bin ich selbst Fahrrad gefahren, aber es kann auch sein, dass ich hinten im Korb saß. Wir sind nicht zu der nächsten Eisdiele gefahren um zu feiern. Um in den Genuss dieses lang ersehnten Eises zu kommen, überquerten wir den Rhein. Ich bekam mein leckeres Eis und musste bestimmt einwilligen nie und nimmer mehr mit dem Fingernagelkauen anzufangen.

Jedes Mal wenn ich in Gedanken verloren meine Nägel beknabbere, jemandem beim Genießen beobachte oder mit ganz kaputten Fingernägeln sehe, dann erinnere ich mich an dieses Eis.

Viele Eltern, denke ich, benutzen die “wenn du das machst/nicht machst darfst du/darfst du nicht, bekommst du/bekommst du nicht” Methode etwas zu viel. Wenn sie aber nur für wichtige Dinge benutzt wird, gewinnt sie an Bedeutung.

Vielen Dank für das Eis! Denn das war definitiv leckerer als meine Fingernägel es jemals gewesen wären.


Geschrieben von Solveig Werner