Ein Bilderbuch ~ “Das Abenteuer” von Rotraut Susanne Berner

Kaffeeklatsch mit Erwachsenen ist für macht Kinder langweilig. So ist es auch für Tanja, ein Katzenmädchen. Tanja bekommt einen Ball geschenkt, der natürlich in der Wohnung nicht sehr willkommen ist.

Draußen ist mehr los, überall sind kleine Tiere, die Tanja beobachten, wie zum Beispiel ein Frosch oder eine Grille. Aber der neue Ball ist wie lebendig und verschwindet ganz von allein.

Der Leser begleitet Tanja auf ihrem Abenteuer in ein altes Haus. Dort wird sie von einem grimmigen Hund begrüßt, der ihr denn Ball nicht sofort wieder geben will.

Das Abenteuer, ein Bilderbuch mit Text  und Bildern von Rotraut Susanne Berner ist wunderschön. Auf jeder Seite gibt es etwas Neues zu entdecken. Zum Beispiel gibt es dort ein Tim und Struppi Heft oder eine Maus die neben der Mausefalle sitzt und gar nicht am Käse interessiert ist.

Für Groß und Klein ist dieses Buch eine richtige Freude. Ich spreche aus Erfahrung, da meine 18 Monate alte Tochter es liebt und bei Stellen wie “Soso, Judo. Na ja.” immer kräftig ins Lachen kommt. Sie liebt Das Abenteuer und kann nicht genug von dieser Geschichte haben.

Das Abenteuer von Rotraut Susanne Berner kann man, glaube ich, ohne große Bedenken verschenken. Der Verlag empfiehlt es für Kinder zwischen 36 Monaten und 5 Jahren.


Buchrezension geschrieben von Solveig Werner über Das Abenteuer von Rothaut Susanne Berner, Minimax bei Beltz & Gelberg, 2004

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Ein wirrer Mischmasch – “Ruhm Ein Roman in neun Geschichten” von Daniel Kehlmann

Mit Hilfe von neun verschiedenen Kurzgeschichten erzählt Daniel Kehlmann eine Geschichte. Von was handeln sie? Oder von wem? Ich weiss leider nicht so recht.

Eigentlich fängt alles gut an, eine super Kurzgeschichte über einen Mann der sich ein Handy gekauft hat. Aber nicht irgend ein Handy, nein, sondern eins mit dem er Anrufe für jemand anderen empfängt und auch noch für diese Person, einen bekannten Schauspieler, gehalten wird. Ich habe das Buch gelesen mit der Hoffnung zu erfahren wie es denn bloß weiter geht. Für den Schauspieler nicht so super, denn er verliert nach und nach seine Identität und entwickelt sogar Erinnerungslücken, aber wie es für den Besitzer des Telefons weiter geht erfuhr ich leider nie.

Ruhm von Daniel Kehlmann ist in verschieden Geschichten aufgebaut, die miteinander über diverse Ecken verbunden sind. Zwei dieser Kurzgeschichten haben mir leider nicht so gut gefallen, “Ein Beitrag zur Debatte” wäre eigentlich einigermaßen ok gewesen, wenn sie nicht in einer komischen Internetforen-Sprache geschrieben wäre. Die andere is “Rosalie geht sterben”, die Geschichte war eigentlich super, nur am Ende war die Wendung mit dem Einbeziehen und Hilfe des fiktiven Autors Leo Richter (um ihn geht es in mehreren anderen Geschichten) etwas zu einfach.

Ich muss leider sagen, dass ich ein Bisschen von diesem Buch enttäuscht war, aber vielleicht war ich auch von Kehlmanns Buch Die Vermessung der Welt verwöhnt. Eigentlich habe ich viel Gefallen an Büchern die aus mehreren Perspektiven erzählt werden und auf verschiedenen Ebenen (eine Geschichte in einer Geschichte). Ich glaube was mich auch ein bisschen gestört hat waren die Ansammlung von offenen Enden, wie gerne hätte ich gewusst, wie die Geschichte von der Verschollenen Autorin weiter geht. Es gab ein paar wirklich tolle Kurzgeschichten in diesem Buch, von denen ich gefesselt war und immerfort hoffte, dass sie doch weiter gehen mögen, was nicht geschah.


Eine Buchrezension geschrieben von Solveig Werner über Ruhm Ein Roman in neun Kurzgeschichten von Daniel Kehlmann erschienen 2009 im Rowohlt Verlag GmbH, Reineck bei Hamburg