Ein wirrer Mischmasch – “Ruhm Ein Roman in neun Geschichten” von Daniel Kehlmann

Mit Hilfe von neun verschiedenen Kurzgeschichten erzählt Daniel Kehlmann eine Geschichte. Von was handeln sie? Oder von wem? Ich weiss leider nicht so recht.

Eigentlich fängt alles gut an, eine super Kurzgeschichte über einen Mann der sich ein Handy gekauft hat. Aber nicht irgend ein Handy, nein, sondern eins mit dem er Anrufe für jemand anderen empfängt und auch noch für diese Person, einen bekannten Schauspieler, gehalten wird. Ich habe das Buch gelesen mit der Hoffnung zu erfahren wie es denn bloß weiter geht. Für den Schauspieler nicht so super, denn er verliert nach und nach seine Identität und entwickelt sogar Erinnerungslücken, aber wie es für den Besitzer des Telefons weiter geht erfuhr ich leider nie.

Ruhm von Daniel Kehlmann ist in verschieden Geschichten aufgebaut, die miteinander über diverse Ecken verbunden sind. Zwei dieser Kurzgeschichten haben mir leider nicht so gut gefallen, “Ein Beitrag zur Debatte” wäre eigentlich einigermaßen ok gewesen, wenn sie nicht in einer komischen Internetforen-Sprache geschrieben wäre. Die andere is “Rosalie geht sterben”, die Geschichte war eigentlich super, nur am Ende war die Wendung mit dem Einbeziehen und Hilfe des fiktiven Autors Leo Richter (um ihn geht es in mehreren anderen Geschichten) etwas zu einfach.

Ich muss leider sagen, dass ich ein Bisschen von diesem Buch enttäuscht war, aber vielleicht war ich auch von Kehlmanns Buch Die Vermessung der Welt verwöhnt. Eigentlich habe ich viel Gefallen an Büchern die aus mehreren Perspektiven erzählt werden und auf verschiedenen Ebenen (eine Geschichte in einer Geschichte). Ich glaube was mich auch ein bisschen gestört hat waren die Ansammlung von offenen Enden, wie gerne hätte ich gewusst, wie die Geschichte von der Verschollenen Autorin weiter geht. Es gab ein paar wirklich tolle Kurzgeschichten in diesem Buch, von denen ich gefesselt war und immerfort hoffte, dass sie doch weiter gehen mögen, was nicht geschah.


Eine Buchrezension geschrieben von Solveig Werner über Ruhm Ein Roman in neun Kurzgeschichten von Daniel Kehlmann erschienen 2009 im Rowohlt Verlag GmbH, Reineck bei Hamburg

Advertisements

Dinge anders machen, eine Buchrezension über “Kopfstand mit frischen Fischen” von Josef Zotter

Die erste Buchrezension meines Blogs ist über ein Buch, welches zwar schon 2012 erschienen ist (eine neue Version ist vor kurzem erschien, die habe ich aber noch nicht gelesen, kann mir aber vorstellen das sie auch sehr gut ist.), ich aber erst vor kurzem gelesen habe und das mir sehr gefallen hat. Kopfstand mit frischen Fischen – Mein Weg aus der Krise von Josef Zotter mit Wolfgang Wildner und Wolfgang Schober ist eine interessante Interviewsammlung, die zusammen eine gut lesbare Firmen- und Autobiographie ergeben. Im Laufe der Lektüre erfährt der Leser, wie Zotter über Umwegen zu  z o t t e r  wurde.

Aber bevor ich richtig anfange und es womöglich dann doch noch vergesse: Wer ist bloß dieser Josef Zotter? Also z o t t e r, das ist eine österreichische Schokoladenmarke, die Schokolade ist Bio und Fair und super lecker, aber das ist ein anderes Thema. In Kopfstand mit frischen Fischen geht es um die Entstehungsgeschichte der  z o t t e r  Schokolade (von der Firma  z o t t e r  und nicht über wie man Schokolade herstellt) und um den Werdegang des kreativen Kopfes, der  z o t t e r  Schokoladen Manufaktur, Josef Zotter.

Kopfstand mit frischen Fischen liest sich eher schnell, das liegt einerseits an dem lockerem oder wie Zotter sagt, “lässigem” Ton und andererseits möchte man nämlich immerzu wissen, was eigentlich danach passierte, denn auch wenn heute das Geschäft brummt, so war doch nicht immer alles in Butter oder eher in Schokolade. Viele Gründer würden aufgeben wenn ihnen Zotters Schicksal widerfahren wäre, Continue reading “Dinge anders machen, eine Buchrezension über “Kopfstand mit frischen Fischen” von Josef Zotter”